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Gamshurst Aktuell

"Tour de Gamshurst": Gemeinderat aus Achenheim zu Gast

Dass am Rathaus die französische Fahne wehe, bedeute keinesfalls, dass Gamshurst übernommen wurde, sondern dass man heute gemeinsam feiert, scherzte Ortsvorsteher Hans Jürgen Morgenstern: Der Gemeinderat aus Achenheim im Elsaß war zu Gast, um den Ort kennenzulernen.

Achenheim liegt etwa 45 Kilometer von Gamshurst entfernt, westlich von Straßburg. Die Musikvereine beider Orte pflegen schon seit über 50 Jahren freundschaftliche Beziehungen, was gemeinsam gefeiert wurde.

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Bürgermeister Raymond Leipp und zwölf Mitglieder des Gemeinderats waren der Einladung nach Gamshurst gerne gefolgt, und trafen am Samstagvormittag bei der Ortsverwaltung ein, wo sie von den Ortschaftsräten freudig begrüßt wurden.

Bei einem Glas Sekt und Hefekuchen stellte Morgenstern den französischen Gästen die 1700-Einwohner-Gemeinde vor, bevor man gemeinsam aufbrach, um einige der interessanten Stellen im Ort zu besuchen.

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Grundschulleiter Martin Schübel gab bei der ersten Station in direkter Nachbarschaft einen Einblick in den Schulalltag. Große Anerkennung fand den ganzen Tag bei den Gästen das enorme ehrenamtliche Engagement im Ort – beginnend mit dem Grundschulförderverein, der sehr vieles ermöglicht, was mit dem Schuletat nicht machbar wäre, wie ein Computerraum, das Offene Klassenzimmer, Bücherschränke oder auch der zusätzliche Französischunterricht: Der Verein finanziert zu zwei wöchentlichen Fremdsprachenstunden im Lehrplan noch eine zusätzliche, gehalten von einer Muttersprachlerin. Während viele Grundschulen Englisch als Fremdsprache wählten, haben sich die Schulen entlang des Rheins für Französisch entschieden.

Im Anschluss führte der Rundgang zur Kirche, für deren Unterhaltung die politische Gemeinde zuständig ist, wo unter anderem der Blick auf die Deckengemälde fiel, die 2005 freigelegt wurden.

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Eine weitere Station war das Haus der Vereine im Ortskern. Vorsitzender Gerold Bahls vom Sängerbund führte durch den Proberaum des Chors und Tobias Brommer stellte den Gruppenraum und die vielfältigen Aktivitäten der Landjugend vor. Insgesamt sind dort fünf Vereine beheimatet, die den ehemaligen Stierstall in den letzten Jahren zu ihren Vereinsräumen umfunktionierten. Morgenstern ging mit einem Blick auf den Veranstaltungskalender darauf ein, was die 25 Vereine und Organisationen im Ort an Aktivitäten und Veranstaltungen bieten.

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Nach einer kleinen Stärkung und einem Gläschen leckeren badischen Wein zur Mittagszeit im schwarz-rot-gold und blau-weiß-rot beflaggten Rathaus begaben sich die Gamshurster und Ihre Gäste zum Friedhof, wo eine aktuell laufende Aktion in Augenschein genommen wurde: Die Rentnertruppe des Vereins für Ortsgeschichte hat dort die Gruft der Domicilla Becker (1825 – 1872) freigelegt. Nachdem sie mit Umzäunung und Überdachung versehen wurde, erhält in den nächsten Wochen das Gelände um die Gruft noch eine Aufwertung durch Bepflanzung, Sitzbank und Informationstafel.

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Dann ging es weiter zur STOPA Anlagenbau GmbH, einem der größten Arbeitgeber mit 220 Mitarbeitern im Ort, der dieser Tage sein 50jähriges Bestehen feierte. Das weltweit agierende Unternehmen hat sich auf die drei Bereiche Lagersysteme, Maschinen- und Stahlbau und Parksysteme spezialisiert. Ralph Schillinger und Jörg Enenkel führten die Gruppe durch alle Bereiche des Betriebs und stellten die vielfältige Produkt- und Leistungspalette vor – interessant auch hier für die Franzosen, dass ein bedeutender Anteil der Beschäftigten aus dem benachbarten Elsaß kommt.

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Nach einem Blick in die Halle, wo gerade der Second-Hand-Basar des Grundschulfördervereins stattfand, und auf die jüngsten ehrenamtlichen Aktionen, den neu gepflasterten Außenbereich und den Fitnessparcours, fand der Tag seinen gemütlichen Abschluss bei einem gemeinsamen Essen in der Sportgaststätte Abseits, das von der Firma STOPA gesponsert wurde.

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Raymond Leipp und die Gemeinderäte zeigten sich beeindruckt, was Gamshurst und seine Menschen zu bieten habe. Natürlich werde man im nächsten Jahr eine Gelegenheit wahrnehmen, die Gamshurster nach Achenheim einzuladen, um den 2100-Seelen-Ort persönlich kennenzulernen. Es deutet vieles darauf hin, dass über die Freundschaft der Musikvereine hinaus noch viele Gemeinsamkeiten und gegenseitiges Interesse entstanden sind, die einer harmonischen Partnerschaft über den Rhein hinweg zu Gute kommen.

Bericht: Marco Weber / Fotos: Monique Kleiser, Marco Weber

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