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Baumpflanzaktion fand große Resonanz -
Kahlhieb mit nahezu 2.500 Stieleichen angepflanzt (Artikel vom April 2007)

Viele fleißige Hände waren am vergangenen Wochenende aktiv, galt es doch den Kahlhieb in den "Herdmatten" mit rund 2.500 Stieleichen anzupflanzen. Ortsvorsteher Hans Jürgen Morgenstern war es gelungen zahlreiche Helfer für diese Aktion zu begeistern.

"Ich habe einen Aufruf gemacht und war überrascht, dass sich gleich 32 freiwillige Helfer, hauptsächlich aus den Gamshurster Vereinen meldeten", so das Ortsoberhaupt.

Die Geburtsstunde dieser Waldpflanzaktion fand bereits am Samstag, 10. März, statt. Hier war das Ortschaftsratsgremium und erstmals auch der Jagdpächter Jürgen Knopf im Gamshurster Wald unterwegs, markante Punkte wurden angelaufen und angeschaut. So auch der Kahlhieb in den "Herdmatten". Hier erfuhren die Teilnehmer, dass vorwiegend Erlen, Eschen, Eichen und Hainbuchen gefällt wurden. Weiter wurde von Revierförster Michael Ratzel mitgeteilt, dass er in diesem Jahr personelle Probleme hat und die Anpflanzungen fast nicht zu bewältigen sind. Alleine im Gamshurster Wald sind im "Greyenloch" und in den "Herdmatten" rund 10.000 Jungbäume geplant.

Spontan dachte damals Ortsvorsteher Hans Jürgen Morgenstern an das "Gamshurster Modell", Ortschaftsräte erklärten sich bereit und Stefanie Spinner in "Personalunion" als Rätin und Rotkreuzlerin sicherte die "Gulaschkanone" des DRK zu, der Anfang war gemacht.

"Die Verbundenheit der Gamshurster mit dem Wald ist groß", so Ortsvorsteher Hans Jürgen Morgenstern und wir haben eine intakte Dorfgemeinschaft die riesiges zu leisten vermag. So gingen dann 32 Helfer mit Spaten und "Wiedehopfhacke" in den "Herdmatten" zu Werke. Die Pflanzen wie auch die Verpflegung wurden aus dem Forstbudget der Stadt Achern finanziert.

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Mit einem "Einscharpflug" zog Waldarbeiter Wolfgang Dupps die "Furchen" in Formation wurden die Stieleichen eingebracht, an anderer Stelle war Handarbeit angesagt, da hieß es "bei uns wird in die Hände gespuckt und gegraben". Nach fast acht Stunden Arbeit bei herrlichem Wetter war es schließlich geschafft, eine tolle, ehrenamtliche Aktion fand ihren Abschluss. Ein Sonderlob verdiente sich das DRK und Jugendrotkreuz, Ortsgruppe Gamshurst, sie waren für die "Erstversorgung" zuständig, alle Notfälle wie "Arbeiterfrühstück" und Mittagessen, hier gab es Arnold´s feurige Gulaschsuppe, waren abgedeckt.

Die Jungpflanzen stammen aus der Forstbaumschule, Firma Schlegel in Albstadt. Bereits jetzt haben sie eine Höhe von 1 bis 1,20 Meter, Nutzholz kann nach rund 30 Jahren und Ernteholz nach rund 150 Jahren entnommen werden, so Revierförster Michael Ratzel. Es war anzusehen, dass ihm diese Aktion eine Riesenfreude bereitete und im gleichzeitig eine Last von den Schultern fiel. Im ganzen Acherner Stadtwald müssen 20.000 Pflanzen, so viele wie noch nie, bis Mitte April gepflanzt werden, hierzu fehlen ihm schlichtweg die Leute.

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Mit dem Jagdpächter Jürgen Knopf wurde vereinbart, dass bei der rund 0,9 ha großen Jungpflanzenanlage zumindestens die Hälfte der Fläche mit einem Zaun gesichert wird. Der Rest, so Ratzel, bleibt offen, die Jungpflanzen werden mit einer Wuchshülle (Spirale) vor den Rehen (Fegen oder Verbiss), gesichert. Auch hat Jagdpächter Knopf zugesichert, dieses Gebiet zusätzlich verstärkt zu bejagen. Bei den kommenden Waldbegehungen werden sich die Ortschaftsräte überzeugen, wie sich diese Neupflanzenanlage, "wo man die eine oder andere Schweißperle gelassen hat", entwickelt.

Bericht und Fotos: Reinhard Brunner

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