http://www.gamshurst.de
Index: A-Z
Kontakt
Impressum
Startseite

Gamshurst Aktuell

DSL nun in Gamshurst verfügbar (Artikel vom November 2006)

Das Projekt "DSL für Gamshurst" konnte zu einem glücklichen Abschluss für die Acherner Teilgemeinde gebracht werden:

Kürzlich wurde der Datendienst freigeschaltet - und täglich werden nun Anschlüsse von Interessenten im Dorf mit hinzugenommen, bislang sind dies schon über 120.

Die Umstellung der bereits bestehenden 45 "DSL-Light-Anschlüsse" wird ebenfalls demnächst auf die volle Bandbreite erfolgen. Durch Kabelverlegearbeiten im Bereich des südlichen Ortseingangs, wo ein so genanntes Outoor-DSLAM errichtet wurde, ist es nun möglich, den kompletten Ort mit DSL bis zu 6 Megabit zu versorgen.

Gerade in ländlichen Gebieten, deren DSL-Erreichbarkeit aufgrund langer Wegstrecken oft schwierig ist, ging man in letzter Zeit zu dieser Technik über, um das Signal in ausreichender Stärke zur Verfügung stellen zu können. Mit dieser Anlage ist man für den Bereich Gamshurst bestens für künftige Entwicklungen und Verbesserungen auf diesem Sektor gerüstet.

Seitenanfang

Zu einem abschließenden Gespräch mit Verantwortlichen des Netzbetreibers hatte Ortsvorsteher Hans Jürgen Morgenstern am Donnerstag eingeladen und ließ das Projekt noch einmal Revue passieren. Hans-Peter Molz (Ressortleiter Produktion Technik Infrastruktur), Johannes Löffler (Teamleiter Projektierung Bau und Betreiben), Wolfgang Kaus (Bauleiter) und Jürgen Stoppel (Leiter T-Punkt Business Sinzheim) waren dieser Einladung in die Gamshurster Ortsverwaltung gerne gefolgt.

Ins Rollen kam alles im Spätsommer 2004: in einer Postwurfsendung wurde den Gamshurstern die Verfügbarkeit von DSL angeboten, jedoch waren die technischen Voraussetzungen im Dorf noch nicht geschaffen, wie auch einem ersten Briefkontakt mit der T-Com Geschäftskunden-Niederlassung in Offenburg zu entnehmen war.

Im Dezember des gleichen Jahres erteilte die Deutsche Telekom AG in Stuttgart eine Absage, da aufgrund der Reichweitenproblematik kein DSL verfügbar ist - alternativ wurden andere Möglichkeiten, beispielsweise über Satellit, SDSL oder CompanyConnect-Anbindungen offeriert.

Ortsvorsteher Morgenstern setzte sich daraufhin erneut mit dem Unternehmen in Verbindung und gab zu verstehen, dass im Dorf ein großes Interesse an der DSL-Technik besteht und die Ablehnung so nicht akzeptierbar ist.

Seitenanfang

Ab Januar 2005 ergriff man in seitens der Ortsverwaltung die Initiative, um die Anzahl der Interessenten zu ermitteln: Mittels Anschreiben an alle Gewerbetreibenden im Dorf und eines Aufrufs im Mitteilungsblatt konnte man rund 100 Interessenten ermitteln und informierte die Telekom darüber. Von dort erhielt die Gemeinde im Mai zur Antwort, dass die technische Umsetzung im zweiten Halbjahr 2005 erfolgen könne. Voraussetzung wären allerdings mindestens 205 verbindliche Zusagen oder es würde eine Eigenbeteiligung in Höhe von 26.000 Euro anfallen.

Diese Kosten wollte man natürlich vermeiden. Daher wandte sich Ortsvorsteher Morgenstern im Juli 2005 an Kai-Uwe Ricke, den damaligen Vorstandsvorsitzenden der Telekom mit der Bitte um eine Stellungnahme - die Anzahl der Interessenten war mittlerweile auf 140 angewachsen.Schon zwei Tage darauf erhielt die Gemeinde Antwort aus Bonn, dass man sich der Klärung dieser Angelegenheit annehme.

Alternativ dazu sah man sich auch nach anderen Lösungen um - so wurde auch ein recht interessantes Angebot einer Funklösung mit einer Übertragungsrate von 2 Mbit/s in Erwägung gezogen.

Bei einem Gespräch mit dem Leiter der Geschäftskunden-Niederlassung Südwest aus Stuttgart und dem Vizepräsidenten von T-Systems aus Freiburg Mitte August 2005, konnte dann endlich der Durchbuch erreicht werden: die Telekom erteilte die Zusage für eine Umsetzung des Projekts bis ins Frühjahr 2006 und Übertragungsraten bis zu 6000 Kbit/s im Dorf anzubieten.

Lange war keine Lösung in Aussicht - und nun hatte man plötzlich zwei Angebote vorliegen: Ende September entschied der Ortschaftsrat, das DSL-Projekt mit der Telekom durchzuführen und übergab die Liste der Interessenten aus Gewerbe und Privathaushalten. Per Rundschreiben wurden diese im November 2005 von der Telekom informiert, dass gegen Ende des ersten Quartals 2006 die Umsetzung erfolgen solle.

Seitenanfang

Im Frühjahr 2006 erhielt die Gemeinde Nachricht, dass sich die Fertigstellung bis in den September verschiebe, jedoch durch einen veränderten Standort der technischen Anlage flächendeckend eine bessere Qualität zur Verfügung gestellt werden könne: Ursprünglich sollte diese im Bereich des Autohofs am Achernsee errichtet werden - nun hatte man sich für den Standort in der Industriestraße entschieden.

Im August war es dann tatsächlich so weit: Mit den Erdarbeiten wurde begonnen - und innerhalb eines Zeitraums von nur drei Wochen konnten die baulichen Maßnahmen durchgeführt werden: Die Gamshurster konnten an der Baustelle förmlich sehen, wie DSL Tag für Tag näher rückte.

Ab Oktober 2006 liefen die ersten Vertriebsmaßnahmen an - Anschluss- und Installationsarbeiten waren noch durchzuführen - bis DSL schließlich am 31. Oktober für Gamshurst in Betrieb genommen wurde. Ortsvorsteher Morgenstern dankte den Vertretern der T-Com, dass dieses Ziel nun erreicht werden konnte: Der Weg dahin war lang und oft schwierig - und erforderte auch seitens der Ortsverwaltung einen enormen Arbeitsaufwand, doch das Ergebnis kann sich sehen lassen. Er sieht hier die Telekom in der Pflicht, gerade auch im ländlichen Raum die erforderlichen Maßnahmen für eine flächendeckende leistungsfähige Infrastruktur voranzutreiben, die auch die Verfügbarkeit von DSL beinhaltet.

Dies ist heute ein wichtiger Beitrag zur Sicherung und Stärkung eines Wirtschaftsstandorts und stellt eine gewisse Förderung, gerade auch für kleinere Betriebe, dar. Worte des Dankes wurden seitens der T-Com auch an den Gamshurster Ortsvorsteher und die Ortsverwaltung gerichtet, die durch ihren Einsatz und die umfangreichen Vorarbeiten zum Erfolg des Projektes beitrugen.

Fotos: Marco Weber

Seitenanfang