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Gamshurst Aktuell

Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden":
Jury besuchte Gamshurst - Ergebnis wird mit Spannung erwartet

(Artikel vom Juli 2008)

Mit der Fußball-Europameisterschaft ging dieser Tage ein großer sportlicher Wettbewerb zu Ende. Ein weiterer Wettbewerb - wenn auch gewiss nicht so sportlich und regional stärker eingegrenzt - läuft zurzeit in unserer Region: "Unser Dorf hat Zukunft - unser Dorf soll schöner werden", so der Titel des Dorfwettbewerbs, der in der Ortenau seit vielen Jahren durch das Landratsamt ausgerichtet wird.

Der Acherner Ortsteil Gamshurst hat sich in diesem Jahr erstmals zur Teilnahme beworben. Getreu dem Motto des Dorfleitbilds "Gemeinsam sind wir stark" festigte sich, nicht zuletzt durch viele Gemeinschaftsaktionen, im Vorfeld der Bewerbung ein ausgeprägtes Wir-Gefühl im Dorf.

Mit einer Ortsbesichtigung durch die Bewertungskommission wurde gestern gewissermaßen das "Finale" eingeläutet, nachdem man zuvor umfangreiche Bewerbungsunterlagen eingereicht hatte.

Oberbürgermeister Klaus Muttach nutzte den ersten Termin des Tages in Gamshurst zur Begrüßung der Jury. Er freute sich, dass sich gleich zwei Teilgemeinden der großen Kreisstadt dem Wettbewerb stellen - Fautenbach hatte sich ebenfalls beteiligt.

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Fünf Mitglieder des Bewertungsgremiums waren gekommen, um sich vor Ort Eindrücke des Dorfs und seiner Entwicklung in jüngster Vergangenheit zu verschaffen. Wer einen "Sprüche klopfenden Bohlen" erwartet hatte oder eine "streng beobachtende Heidi" wie man die Jurymitglieder gerne mal in TV-Casting-Shows erlebt, wurde enttäuscht: In angenehmer Atmosphäre und sehr interessiert verfolgten Monika Schnaiter (Landfrauenverband Südbaden), Hansjörg Haas (Beratungsstelle für Obst- und Gartenbau, Landespflege, Amt für Landwirtschaft im Landratsamt Ortenaukreis), Jürgen Nowak (Bürgermeister in Oberwolfach), Henning Pohle (Amt für Landwirtschaft Landratsamt Ortenaukreis) und Hans-Jürgen Treppe (Architekt der Denkmalpflege, Freiburg) die Präsentation und die anschließende Dorfbesichtigung.

Zur Einführung stellte Ortsvorsteher Hans Jürgen Morgenstern in einem rund zwanzigminütigen Portrait die vielfältigen Facetten des dörflichen Lebens in Gamshurst vor. Umrahmt wurde der Vortrag durch eine Foto-Präsentation rund um die fünf Haupt-Themenblöcke, für die Bewertungspunkte vergeben werden:

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Nach der Präsentation führte Morgenstern die Jury zu Fuß an markante Punkte im Dorfkern. Erste Station war das weithin bekannte "Offene Klassenzimmer" bei der Schule. Von dort ging es weiter zur Kirche, um die im Jahr 2005 freigelegten Deckengemälde anzusehen. Ein Besuch im "Haus der Vereine", dem ehemaligen Farrenstall, zeigte, wie das einst zur Stierhaltung genutzte Gebäude umgestaltet wurde, so dass es heute Herberge für fünf Vereine bietet.

Vom Ortskern aus ging es anschließend motorisiert auf Erkundungsfahrt durch Gamshurst, vorbei an liebevoll gepflegten Gärten, Fachwerkhäusern, Wegkreuzen und Kleindenkmälern, die ehrenamtlich von den Einwohnern gepflegt werden. Ein Schwenk durch das örtliche Gewerbegebiet zeigte die Vielfalt der ansässigen Betriebe, die aktuell rund 1.000 Arbeitsplätze in unterschiedlichen Branchen bieten. Die Infrastruktur des 1.700-Einwohner-Dorfs wurde während der Rundfahrt ausführlich erläutert: Spielplätze, Sportanlagen - dabei natürlich das aktuell laufende Bauprojekt des zweiten Rasenplatzes - das Fuß- und Radwegenetz sowie die bestehenden Einkaufsmöglichkeiten vom Bäcker bis zur Postagentur.

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Vor Ort konnten die laufenden Arbeiten in den Baugebieten Kleinfeld und dem gerade entstehenden Kleinfeld-West in Augenschein genommen werden. Zwei neue Baugebiete und eine Ausdehnung des Gewerbegebiets sind in Planung.

Ein weiteres, kurz vor der Vollendung stehendes Projekt, war die letzte Station der Ortsrundfahrt: Der Grillplatz entsteht westlich des Dorfs in zahlreichen ehrenamtlich geleisteten Stunden. Nach etwa einer Stunde endete die Tour, auf der die Jury zahlreiche Eindrücke vor Ort sammeln konnte, wieder am Ausgangspunkt beim Rathaus.

Mit einem Ergebnis, wie Gamshurst beim Wettbewerb abgeschnitten hat, ist gegen Ende Juli zu rechnen, so die Auskunft der Bewertungskommission, bevor sie sich auf den Weg nach Fautenbach machte. In Gamshurst darf man also noch einige Wochen gespannt abwarten, wie die Entscheidung ausfallen wird.

Bericht: Marco Weber

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