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Gemeinsame Dorfputzaktion (Bericht vom Juni 2008)

"Unser Dorf soll schöner werden", lautet das Thema des Wettbewerbs, an dem sich Gamshurst in diesem Jahr beteiligt: Um "schön zu sein" ist gewiss ein sauberes Erscheinungsbild von Nöten - und so traf man sich am vergangenen Samstagvormittag zum gemeinsamen "suufer mache" - auf gut badisch ausgedrückt.

Nahezu alle Vereine sowie Ortschaftsräte und Bedienstete der Ortsverwaltung beteiligten sich an dieser letzten Gemeinschaftsaktion im Hinblick auf den Dorfwettbewerb.

Dass hierfür das Dorf an einem Strang zieht, zeigt sich beim Blick auf die insgesamt 83 ehrenamtlichen Helfer: vom achtjährigen Drittklässler bis zum ältesten Teilnehmer mit stolzen 75 Jahren waren alle Generationen im Einsatz.

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Im Vorfeld wurde die Aktion von der Ortsverwaltung geplant und die Gemarkung in sechs Bereiche aufgeteilt, wohin die Helfer, "bewaffnet" mit Eimern, Tüten und Handschuhen ausschwärmten und alles einsammelten, was in der Natur und am Wegesrand nichts zu suchen hat.

Wie eigentlich im Vorfeld schon erwartet, zeigte sich das Areal rund um den Baggersee als äußerst "ergiebig" - leider im negativen Sinn gesehen.

Nicht zu bremsen waren die Helfer des Gamshurster Sängerbunds: Nachdem sie ihr zugewiesenes Areal vom Müll befreit und noch Zeit hatten, kümmerten sie sich gleich noch um die Verkehrsinseln an der Landstraße und meldeten diese anschließend als "grasfrei".

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Nach den rund zweieinhalb Stunden dauernden Säuberungsarbeiten von der Autobahn bis Michelbuch und der L87 bis Litzloch fanden sich alle Helfer beim Grillplatz zum gemeinsamen Vesper ein.

Ein idealer Anlass auf dem nahezu fertig gestellten Areal für die erste "offizielle" Veranstaltung.

Während die Säuberungsaktion lief, hatten die Bediensteten der Ortsverwaltung eifrig Brötchen geschmiert. Ortsvorsteher Hans Jürgen Morgenstern dankte ihnen besonders, hatten sie sich doch sofort bereit erklärt, bei dieser Maßnahme ehrenamtlich für die Verpflegung der Helfer zu sorgen.

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Interessant auch die Gespräche der Beteiligten, die sich gegenseitig mit Kuriositäten überboten, die sie neben den normalen Abfällen wie Zigarettenschachteln und Fast-Food-Verpackungen vorgefunden hatten:

"Knaller" im negativen Sinn war sicherlich ein komplettes verlassenes "Grillfest" beim Baggersee mit Bierkiste, zahlreichen Flaschen, Grill, Holzkohle, teils originalverpackten Würsten und Steaks.

Der Besitzer eines neuwertigen Fahrrads, das wohl entwendet und in den See geschmissen wurde, konnte noch im Laufe der Aktion ermittelt werden, so dass er seinen vermissten Drahtesel wieder zurück erhält.

In einem weggeworfenen Teppichboden hatten sich zwei Blindschleichen und eine Maus bereits häuslich niedergelassen.

Was man so alles "vergessen" kann: Drei Spitzenhöschen und ein Büstenhalter landeten ebenfalls in den Mülltüten.

Erwähnenswert waren noch ein Autoradio und ein noch halb volles 5-Liter-Party-Bierfass.

Beim gemütlichen Abschluss sprach der Ortsvorsteher allen Beteiligten großen Dank für ihren Einsatz aus: 23 große Säcke voller Unrat wurden zusammengetragen, bis zur endgültigen Entsorgung auf dem Bauhofgelände beim Grillplatz zwischengelagert. Hinzu kamen noch zwei große Eimer mit Glas- und ein Sack voller Plastikflaschen.

Ein Großsteil davon sind Pfandflaschen, deren Erlös dem örtlichen Kindergarten zu Gute kommen soll.

Bericht: Marco Weber

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