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Versetzung von Nahrungspflanzen für bestandsgefährdete Wildbienen

Am 8. Mai wurden zwischen 150 und 200 Exemplare des "Teufelsabbisses" versetzt.

Auf dem bisherigen Gelände ist eine Baumaßnahme der ortsansässigen Firma Kasto vorgesehen, daher veranlasste Umweltschutzbeauftragter Dr. Stephan Engel von der Stadt Achern die Umsiedlung auf eine nahe gelegene gemeindeeigene Biotopfläche.

Der "gewöhnliche Teufelsabbiss" (Succisa pratensis) ist eine Wiesenstaude aus der Familie der Kardengewächse. Er wird bis zu 50 cm hoch und hat violette bzw. blaue Blüten.

Seinen äußerst seltsamen Namen verdankt er der Gestalt seines Wurzelstocks: dieser stirbt mit der Zeit unten allmählich ab und sieht deshalb wie abgebissen aus.

Der Wurzel dieser Pflanze wurde übrigens einst eine antidämonische Wirkung zugeschrieben. Als Amulett um den Hals getragen sollte sie den Träger vor böser Zauberei beschützen und im Stall aufgehängt, das Vieh vor Behexung bewahren.

Für die bestandsgefährdete Wildbienenpopulation auf Gamshurster Gebiet gilt der Teufelsabbiss als wichtige Nahrungspflanze. Wenn der verpflanzte Bestand sich auf der neuen Fläche etabliert und in diesem Sommer noch blüht, leistet er einen wichtigen Beitrag in der Nahrungskette und somit auch zum Fortbestand der Bienen.

Fotos: Dr. Stephan Engel, Stadt Achern

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