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Gamshurst Aktuell

Bürgergespräche zu aktuellen Brennpunkten am 25. Juni 2009

Circa 30 Bürgerinnen und Bürger Gamshursts nutzten die Möglichkeit, bei strahlendem Sonnenschein mit Oberbürgermeister, Bürgermeister und Ortsvorsteher eine Rundtour zu aktuellen Gamshurster Brennpunkten zu unternehmen und mit der Spitze der Acherner Verwaltung ins Gespräch zu kommen.

Den Antrag von Bürgern auf Neuplanung der Autobahnbrücke zwischen Gamshurst und Großweier erläuterte Cornelia Abs. Nach den Plänen sei auf der Brücke, die in nächster Zeit gebaut wird und auf beiden Seiten einen Fußgängerstreifen von je einem Meter Breite enthalte, kein Radweg vorgesehen. Absolute Vorfahrt für Sicherheit forderte die Bürgervertreterin und bemängelte zudem, dass die Fahrbahnbreite der neuen Brücke um einen halben Meter geringer sein werde als bisher. Notfalls solle man die beiden Gehwege zusammennehmen und einen kombinierten Fuß- Radwegstreifen anlegen, schlug Abs vor.

Oberbürgermeister Muttach und Bürgermeister Stiefel machten deutlich, dass die Planfeststellung bereits 1997 beraten, offengelegt und entscheiden worden sei, das Konsortium an die Pläne gebunden sei und eventuelle Veränderungen ausschließlich auf Kosten der Stadt gingen. In technischer Hinsicht, so Stiefel sei eine Umplanung ebenfalls sehr aufwendig. Gleichwohl, und ohne allzu große Hoffnung auf Veränderung zu wecken, werde man die Überlegungen an geeigneter Stelle vortragen, versprachen Muttach und Stiefel.

Konkrete Informationen über den Bauverlauf wolle man den Bürgern mit einer Informationsveranstaltung auf Acherner Gemarkung im Herbst zukommen lassen, um die vor Jahren festgelegten Pläne zu verdeutlichen, versprach Dietmar Stiefel. Bis dahin seien jedoch vorbereitende Maßnahmen bereits durchgeführt. Mit Blick auf die entstehende Radwegsituation bei der Autobahn stellte Muttach eine vollständige Überplanung der Radwege Acherns in Aussicht, die man danach etappenweise realisieren könne.

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Einen Radweg mit Unterstützung des Kreises will Ortsvorsteher Hans-Jürgen Morgenstern zwischen Gamshurst und Memprechtshofen angelegt haben, wo der Ortenaukreis ein wichtiger Beteiligter wäre. Hier könne eine wichtige Lücke für Gamshurst geschlossen werden, so der Ortsvorsteher, der angesichts der Unterstützung durch fünf Acherner Kreisräte und engagierte Gamshurster Bürger gelassen der dafür notwendigen Verkehrszählung entgegensieht.

Ein Bürger monierte unerlaubtes Parken auf Gehwegen. Besonders Kinder und ältere Menschen müssten deshalb oftmals auf die Straße ausweichen. OB Muttach kündigte hier Hinweise im Mitteilungsblatt an, während Ortsvorsteher Morgenstern einzelne Falschparker auch per Erinnerungsschreiben zur Verhaltensänderung bewegen will.

Bürgermeister Stiefel definierte das Schul- und Rathaus als erheblich sanierungsbedürftig. Dies habe eine Untersuchung auf den energetischen Zustand erwiesen. Für neue Fenster und eine Dachisolierung müsse man circa 340.000 Euro investieren, die in die Beratungen für den nächsten Doppelhaushalt eingehen sollten.

Auf einem guten Weg sei das Baugebiet Eichbühn, erläuterte Dietmar Stiefel unweit des Sportplatzes mit einem brandneuen Plan. Deutlich wurde, dass die Gespräche mit den Grundstückbesitzern gut laufen und ein respektables Baugebiet zustande komme. Klaus Muttach erinnerte an den Gemeinderatsbeschluss, dass Baugebiete nur noch erstellt werden, wenn mindestens 50% des Geländes im Besitz der Stadt seien. Die Erschließungskosten sollten ausschließlich durch die Bauwilligen getragen werden und für die Erschließungsmaßnahmen werde ein privater Erschließungsträger beauftragt.

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Rund 30 Gamshurster waren mit dabeiFreuen könne sich die Anwohner der Oststraße. Zumindest zwischen Landstraße und Milchhäusle sei durch Aktivitäten des Vereins für Ortsgeschichte mittlerweile bestätigt, dass diese eine historische Straße sei. Im Zusammenhang mit dem Baugebiet Kirchweg müssten Anwohner somit nicht wieder Anliegergebühren bezahlen, wie Dietmar Stiefel berichtete.  

Mit Blick auf den neuen Rasenplatz des Sportvereins erklärte der Oberbürgermeister den Grundsatz strenger Haushaltsdisziplin. Die fehlende Beregnungsanlage müsse in den nächsten Haushalt gebracht werden, da die für den Platz angesetzten Mittel verbraucht seien.

Investieren müsse man auch in der 1973 gebauten Sport- und Festhalle, erläuterte der Ortsvorsteher an gegebener Stelle. Der Platz für Umkleide, Duschen und Küche reiche keinesfalls aus, so dass die Halle um ein Feld in Richtung Parkplatz erweitert werden soll. Auch hier war das Verständnis der Verwaltungsspitze mit dem Hinweis auf den nächsten Haushalt gepaart.

Gerne verband der Ortsvorsteher den weiteren Verlauf der Tour mit dem Radweg, den die Rentnertruppe ebenso angelegt hatte, wie den stilvoll gestalteten Ortseingang, ehe man auf dem Grillplatz mit eigenem Apfelsaft der Ortsverwaltung im schönen Ambiente und mit Blick auf die Hornisgrinde einen gelungenen Abschluss fand.

Bericht: Michael Karle

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