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Gamshurst Aktuell

Erster Spatenstich Wasserleitung Gamshurst-Rotherst (Artikel vom März 2010)

Mit dem ersten Spatenstich starteten Vertreter der Stadt und der beteiligten Firmen den Bau der Wasserleitung zwischen Gamshurst und dem Wasserwerk Rotherst in Fautenbach, die den Bewohnern der Ortschaft künftig Trinkwasser mit deutlich niedrigerem Kalkgehalt bringen soll. Zeitgleich wird der Stromversorger SÜWAG die 20 KV-Hauptleitung Achern-Freistett in die Erde verlegen und bestehende Strommasten entfernen.

Die aktuellen Arbeiten an der Autobahn hätten die Entscheidung treffen lassen, Gamshurst als ersten der drei noch nicht verbundenen Ortschaften an das Wasserwerk Rotherst anzuschließen, wo seit 2008 eine zentrale Entkalkung für weiches Wasser sorgt, erläuterte Oberbürgermeister Klaus Muttach zur Begrüßung. Die Stadt werde 520.000 Euro für die 2.200 m lange Leitung nach Gamshurst investieren, um in einem wichtigen Bereich gleiche Lebensbedingungen zwischen den Stadtteilen zu schaffen, begründete der OB den seinerzeitigen Beschluss des Gemeinderats, schnellstmöglich auch Gamshurst, Önsbach und Wagshurst an das gesamtstädtische Netz anzuschließen. Ortsvorsteher Hans-Jürgen Morgenstern zeigte sich angesichts der zweiten großen Eröffnung einer großen Baumaßnahme in Wochenfrist erfreut (wir berichteten über das Baugebiet Kirchweg) und zuversichtlich, dass die Arbeiten zügig verlaufen werden. Bei eventuell doch entstehenden Problemen bot Morgenstern den „kurzen Weg“ über die Ortsverwaltung an. „Ich freue mich auf alle Fälle auf den ersten Schluck Rotherst-Wasser, den wir im Sommer trinken können“, so Morgenstern, der auch auf die gute Qualität des bisher in Gamshurst fließenden Wassers aus dem Maiwaldbrunnen verwies.

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Ralf Volz, Fachgebietsleiter Tiefbau, Umwelt und Technik und Rainer Herold, Projektleiter der Stadt, erläuterten den Weg der Leitungen von der Fautenbacher Lindenstraße/Scherwillerstraße in Richtung RCA-Gelände unter dem Zubringer L 87 und der A 5 hindurch bis zur Siedlung Ziegelhütte auf Gamshurster Gemarkung. Zubringer und Autobahn werde man im Horizontalspülbohrverfahren grabenlos unterqueren, neben zwei Absperrschächten beidseits der A5 werde ein Schacht zur Durchfluss- und Druckmessung in Fautenbach im Bereich Lindenstraße/Scherwiller Straße gebaut, so dass Wasserverluste bei etwaigen Rohrbrüchen schnell festgestellt werden könnten. Im Bereich Ziegelhütte werde man die neue Leitung an die bestehende anschließen und auch ein Leerrohr und Steuerkabel bis zum Messschacht in der Industriestraße verlegen, so Volz.

Für das Ingenieurbüro Alwin Eppler, das den Bau der zentralen Entkalkung fachtechnisch verantwortlich begleitet hatte und jetzt für Planung und örtliche Bauleitung zuständig ist, erläuterte Ulrich Kornhaas, man sei froh, dass die Entkalkung jetzt weitere Kreise ziehe. Die Erfahrungen der ersten beiden Jahre können genützt werden und trotz zwischenzeitlicher Widrigkeiten sei die vollautomatische Entkalkung in Achern erfolgreich etabliert.

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In drei Bauabschnitten werden in den kommenden Monaten die Stromleitungen von Achern bis Freistett unter die Erde gelegt und die stark renovierungsbedürftigen Strommasten entfernt, erklärte Gerhard Seifermann als Vertreter der SÜWAG-Niederlassung Achern. Es sei günstig, jetzt mitzugehen und die Bauabschnitte II (von Fautenbach-RCA bis zum zweiten Abzweig nach Gamshurst) und III (von Gamshurst bis Freistett) vor dem ersten Abschnitt (von Achern nach Fautenbach) zu realisieren. Letzterer werde dann im kommenden Jahr folgen. Ein jetzt eingebautes Leerrohr werde später die Möglichkeit bringen, die Station Freistett fernzuschalten. Die investierte Summe liegt bei 340.000 Euro.

Info zum Projekt:

Die zentrale Entkalkung im Wasserwerk Rotherst wurde im Mai 2008 in Betrieb genommen. Für den Doppelhaushalt 2008/09 setzte der Gemeinderat 2,3 Millionen Euro für den Anschluss der Ortsnetze Gamshurst (520.000 Euro), Önsbach (1.000.000 Euro) und Wagshurst (800.000 Euro) ein. Die Anschlüsse der Ortschaften Önsbach und Wagshurst sollen noch in diesem Jahr begonnen werden, aktuell sind die Arbeiten ausgeschrieben.

Bericht und Fotos: Michael Karle

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