http://www.gamshurst.de
Index: A-Z
Kontakt
Impressum
Startseite

Gamshurst Aktuell

Open-Air-Konzertabend des Sängerbunds (Artikel vom September 2010)

Der Sängerbund Gamshurst hatte am Samstag, dem 11. September 2010, zu einem außergewöhnlichen Konzerterlebnis eingeladen. Über 600 Gäste waren der Einladung auf das Werksgelände der Firma KASTO im Gamshurster Gewerbegebiet gefolgt.

Das Dekorationsteam des Chors hatte ganze Arbeit geleistet: Überdimensionale Noten und Notenschlüssel in den Logofarben des Unternehmens begrüßten die Gäste im Innenhof, der kürzlich im Rahmen von erweiternden Baumaßnahmen entstanden war - effektvoll angebrachte Beleuchtung setzte den Platz zusätzlich gekonnt in Szene.

Seitenanfang

Vorsitzender Gerold Bahls durfte neben Gerd Waltersbacher von der Geschäftsführung Oberbürgermeister Klaus Muttach, Ortsvorsteher Hans Jürgen Morgenstern, Schulleiter Klaus Bär, Klaus Huber, Gruppendirigent der Achertalgruppe und Rudi Pflüger, Vorsitzender des Mittelbadischen Sängerkreises sowie Friedemann Nikolaus, mit dem Willi Kammerer seit vielen Jahren freundschaftlich zusammenarbeitet, begrüßen.

Besonderen Dank richtete er an die Unternehmensleitung, die sofort ihre Unterstützung zusagte, als es darum ging, auf dem Werksgelände ein komplett neues Umfeld zu beschreiten, fanden die Konzertabende in den vergangenen Jahren doch stets in der Halle statt.

Seitenanfang

Gerd Waltersbacher von der Geschäftführung zog Parallelen zu den beiden "Unternehmen" KASTO und Chor. Erstere wurde vor 166 Jahren von Karl Stolzer gegründet, kurz darauf der Sängerbund. Beide verbänden Tradition und Geschichte faszinierend mit Modernem und bewiesen sich dadurch keineswegs als verstaubt, antiquiert oder "von Gestern".

Dem neu gestalteten Innenhof mit seinem besonderen Ambiente messe man die Bedeutung eines Kommunikationszentrums bei, und wolle ihn nicht nur intern, sondern auch für Events wie diesen Konzertabend nutzen.

Das Programm des Abends gab einen Rückblick auf 30 sehr erfolgreiche Jahre, die Chorleiter Willi Kammerer den Gamshurster Sängerbund musikalisch leitet: Sowohl das Repertoire des Stammchors als auch der Projektchor "Best of Projects" ließen diese Zeit musikalisch auf der Bühne mit ausgewählten Stücken Revue passieren.

Seitenanfang

In zwei Konzertblöcken intonierte der Chor Stücke aus der Anfangszeit wie zum Beispiel "Schieme", und "Auf einer Meierei. In Muttersprache wurden "Plovi barka", ein kroatisches Werk und die beiden englischsprachigen Stücke " Let my light shine bright" (Duo: Vanessa und Christian Bahls), und "Looking in your eyes again" vorgetragen. "Sambalelé, kleiner Chico" begleitete Brigitte Schröter auf der Trommel.

Seitenanfang

Den Übergang vom Gesang zum Tanz gestaltete die Volkstanzgruppe aus Waldmatt mit volkstümlichen Tänzen aus ihrem Repertoire. Beide Male - später folgte noch ein Bändertanz - wurde die Gruppe nicht ohne Zugabe von der Bühne entlassen.

Mit elf Stücken präsentierte dann der Projektchor unter dem Motto "Best of Projects" einen bunten Cocktail aus fünf Chorprojekten der letzten Jahre.

Seitenanfang

Drei Lieder vom Projekt "Rattenfänger von Hameln" bildeten den Auftakt dieses Konzertteils - begleitet von Melanie Federle-Jülg mit der Querflöte und Stephan Kammerer als Nachtwächter.

Kurz danach kam Melanie Federle im Elefantenkostüm auf die Bühne, um Disney's "Dschungelbuch" anzusagen: Der "Elefantenmarsch" und "Probier's mal mit Gemütlichkeit" entführten die Besucher in die Dschungelwelt von Mogli, Shir-Khan und Balu dem Bären.
Anschließend wurde der KASTO-Hof "gerockt": Der Rock'n'Roll-Club "Heiße Sohle" aus Renchen-Ulm brachte bei fetziger Musik und fliegenden Röcken mit zwei Auftritten mächtig Tempo auf die Bühne. Dem Rock'n'Roll, respektive dessen "King" galten die folgenden beiden Stücke des Projekts "Elvis": "Love me tender" und "Teddy Bear", grandios interpretiert von Solist Frank Renschler, gefolgt von einer Horde kleiner "Teddybears", die von der Bühne ins Publikum geworfen wurden.

Seitenanfang

Die Sechzigerjahre ließen die Sängerinnen und Sänger mit den beiden Stücken "Summer Nights" und "We go together" des Projekts "Grease" aufleben.

Zurück über den Atlantik ging die musikalische (Zeit)Reise dann direkt zum letzten Chorprojekt nach Afrika, wo Baptista Quissua zwei Stücke seines Heimatkontinents ankündigen durfte: Das schwungvolle "Pata Pata", mit Solistin Katharina Boschert und die Nationalhymne Südafrikas "Nkosi Sikelel’ i Afrika" (Gott segne Afrika) mit Mirjam Reichert und Christian Bahls im Duett - jeweils begleitet durch die Trommelgruppe Dugu Ba.
Susanne Fink begleitete beide Chöre des Abends auf dem Klavier.

Eine Hommage an den Chorleiter zu seinem "kleinen Jubiläum" hatten Helga Bahls, Manuela Hübner und Stephan Gjerkes vorbereitet und das "Autolied" ("Dich lieb ich noch mehr") der Dorfcombo, einer Band aus Rheinstetten, auf Willi Kammerer umgetextet.

Seitenanfang

Über das Leben beim Chorleiter und seiner Frau Klärle, die just am Tag des Konzertes erstmals Großeltern wurden, wusste auch eine Maus (Traudel Schanz) zu berichten, die als unangekündigte Überraschung auf die Bühne kam und humorvoll aus dem Nähkästchen plauderte, was ihr im Hause Kammerer so alles widerfahre.

Dass eigentlich nicht nur ein dreißigjähriges Jubiläum zu feiern sei, verdeutlichte Vorsitzender Gerold Bahls in einem Überblick, wo der Dirigent in musikalischer Hinsicht aktiv war und ist:

In Summe sind das stolze 125 Jahre erfolgreiche Arbeit im Dienste des Chorgesangs.
Mit einer gemeinsamen Zugabe ließen Sängerbund und Rock'n'Roll-Club bei dem schwungvollen "Barbara Ann" der Beach Boys den gelungenen Konzertabend ausklingen.

Bericht: Marco Weber

Seitenanfang