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Flutmulden für Flora und Fauna -
Ökokonto in Gamshurst aufgestockt (Artikel vom Oktober 2010)

Drei Flutmulden legte das Rentnerteam des Gamshurster Vereins für Ortsgeschichte dieser Tage auf einer Biotopfläche an, um damit einen Bereich zu schaffen, in dem sich Amphibien und wassergebundene Pflanzen wie Binsen oder Schwertlilien ansiedeln können.

Die Fläche des Biotops nahe des Gamshurster Grillplatzes, das an einen Bereich angrenzt, der 2008 durch die Jugendfeuerwehr mit Sträuchern und Bäumen zum Schutz für das Wild angepflanzt wurde, beträgt rund 1.100 Quadratmeter.

Gemeinsam mit dem städtischen Umweltbeauftragten Dr. Stephan Engel waren die ehrenamtlichen Helfer mit Bagger, Traktoren und Schaufeln auf dem Gelände im Einsatz, um die Flutmulden mit jeweils rund 8 Metern Breite und 15 bis 20 Metern Länge anzulegen. Den Aushub wird man direkt vor Ort weiter verwenden, um einen niedrigen, unauffälligen Wall im südlichen Bereich des Biotops anzulegen, der mit Feldgehölzen wie Schlehe, Weißdorn oder Ulmen besiedelt wird.

Die Biotopfläche kann zur Bewirtschaftung durch den Pächter weiterhin ein- bis zweimal im Jahr gemäht werden, was künftig im Dialog mir Dr. Engel geschieht, um eventuelle Bereiche mit sehr schützenswerten Pflanzen auszugrenzen.

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Ortsvorsteher Hans Jürgen Morgenstern freute sich sehr, dass die Helfer des Vereins für Ortsgeschichte auch im Umweltschutz großes Engagement an den Tag legen und gemeinsam mit dem Umweltbeauftragten, dessen Budget die angefallenen Kosten für den Maschineneinsatz trägt, ein tolles Naturschutzprojekt verwirklichen konnten. Damit schaffe man, so der Ortsvorsteher, auch ein Areal, das beispielsweise für Schüler als Anschauungsobjekt zur Tierbeobachtung dienen kann - die ortsansässigen Störche werden hier sicherlich künftig öfters auf Nahrungssuche anzutreffen sein.

Das Biotop in Gamshurst gilt als weiterer wichtiger Bestandteil zur Entwicklung einer Ökokontofläche und stellt damit einen Vorabausgleich dar, der für künftige Bauprojekte als Ausgleichsfläche dienen kann - gewissermaßen als "Biologischer Bausparvertrag" für die Gemeinde.

Der Stadtteil Gamshurst hat mit rund 3 Prozent der Gemarkung - ohne die zusätzlichen Waldbiotope - die größte Fläche gesetzlich geschützter Biotope im Bereich der großen Kreisstadt Achern.

Bericht: Marco Weber

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