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Gamshurst Aktuell

Konzert zugunsten der Innenrenovierung
der Pfarrkirche "St. Nikolaus"                   (Bericht vom Dezember 2012)

Eine besinnliche Einstimmung in die Adventszeit erlebten die Besucher des Vorabendkonzertes der Gamshurster Pfarrgemeinde. Schon zum sechzehnten Mal wurde ein "Patroziniumskonzert" der besonderen Art in der Pfarrkirche "St. Nikolaus", gestaltet. Es war Ursula Falk auf der neu renovierten Kirchenorgel – bereits zum wiederholten Male mit Tochter Eva Maria, Sohn Ulrich, Hannelore Federle oder Kinderchor – die am Samstagabend ein abwechslungsreiches Programm unter dem Motto "Orgelpfeifen singen und tanzen", bot. Festliche und meditative Orgelmusik erklangen auf der 1994 erbauten Orgel der Werkstatt Matz und Luge in Rheinmünster. Die im vergangenen Jahr generalrenovierte Kirchenorgel hat eine mechanische Spieltraktur, zwei Manuale und Pedal und verfügt über 22 Register. Aufgrund der ausgewählten Literatur wurden einzelne Register (Klangfarben) auch solistisch vorgestellt. So erklangen als Solostimmen die Trompete, Vox humana (die menschliche Stimme), Nazard, Tierce, Rohrflöte, Spitzflöte und Avicinium (Nachtigallenstimmen). In diesem Konzert konnte man die Klänge der Kirchenorgel so richtig genießen. Die Organistin hatte Stücke ausgewählt, in denen sie die vielseitigen Klangfarben der Register demonstrieren konnte. Ursula Falk hatte Werke zeitgenössischer Komponisten aus England u. a. von Robert Jones und Christopher Tambling ausgewählt und im romantischen Stil vorgetragen.

Pfarrer Michael Keller wies auf die Geschichte der Patroziumskonzerte in Gamshurst hin. "Schön, dass nach der letztjährigen Pause aufgrund der Renovierung der Kirchenorgel, die Tradition der Patroziniumskonzerte fortgesetzt wird". Wir haben eine Nikolauskirche in der heute ein "fröhliches Spiel der Orgel" in einem vielfältigen Genuss zu hören sind.

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Wie kein anderes Instrument vermag die Orgel die Herzen der Menschen für die Melodie Gottes zu öffnen, gerade, wenn sie so wunderbar wie von Ursula Falk gespielt wird. Mit "Der Abend" (Louis Maton), dem "Evensong" (Bruce Steane) und der "Träumerei" von Robert Schumann eröffnete Ursula Falk das rund eineinhalbstündige Patroziniumskonzert. Mit "Fanfare", einem Musikstück, das ein Trompetensignal aus Naturtönen nachahmt, beschloss die Organistin den ersten Teil. Es folgten im zweiten Teil fünf Stücke von Christopher Tambling, einem gefragten Komponisten von praktischer Kirchen- und Orgelmusik. Gleich der Auftakt war eine sportliche Höchstleistung, als Hände und Füße in schnellen Läufen über die Manuale und das Pedalwerk flogen bei dem mächtigen Stück "Trumpet Variationes". In jeder Hinsicht gelungen auch "Peasdown Pastorale", bei der Hirtenmusik erklangen Nachtigallenstimmen und "Vox humana", die menschliche Stimme. Mit einer Flöte wurde "Florisch for the Flutes" verziert, heiter und mit einem schnellen Tempo hinterließ das "Scherzo" wie auch die "Fanfare for St. Gregory" bei den Besuchern einen nachhaltigen Eindruck. Im dritten Teil bot Ursula Falk Stücke des Komponisten Robert Jones. Hier machte das ernste, mal besinnliche Stück "Notturno" den Auftakt. Für das Finale hielt die Organistin "Cantilena", "Air sentimental" oder das wuchtige, mächtige und monumentale Stück "Carillon-Fanfare" bereit.

Nach langem Beifall und stehenden Ovationen - als Zugabe eines hinreißenden Konzertes - kam das Gamshurster Orgelwerk nochmals ganz besonders zum Tragen. Mal feingliedrig mal mächtig und forsch zog "Marche triomphale" die Besucher in ihren Bann und sorgte für einen Ohrenschmaus erster Güte.

Mit einem Blumenpräsent bedankte sich Pfarrgemeinderatsvorsitzender Theo Maninger bei "Solistin" Ursula Falk. Es war ein schönes, abwechslungsreiches Konzert, "schön zu hören, was unsere Orgel alles kann, zum ersten Male hab ich Nachtigallenstimmen gehört". Der Konzerterlös, so war weiter zu hören, kommt der Innenrenovierung des alten Chorraumes zu gute.

Bericht & Fotos: Reinhard Brunner

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