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Gamshurst Aktuell

Konzertabend achorat & Umoya Munye
"Länder – Menschen – Chorgesang" (Bericht vom Juni 2013)

Aus der Sicht des Wetters betrachtet, hatte der Freitag in der Region gewiss nichts von dem, was man üblicherweise mit Afrika oder Südamerika assoziiert – nichts desto trotz erlebte Gamshurst unter dem Motto "Länder – Menschen – Chorgesang" einen fulminanten Abend mit Liedern und Rhythmen dieser beiden Kontinente.

Achorat, der Chor des Sängerbunds Gamshurst, war zum zweiten Mal Mitausrichter des Internationalen Chorfestivals Baden mit einer Vielzahl von Konzerten und Gastchören aus der ganzen Welt, das am Wochenende mit einem gemeinsamen Auftritt in Ötigheim sein Finale fand.

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In Gamshurst war "Umoya Munye" zu Gast, ein Projektchor, der sich als panafrikanisches Männerensemble aus dem Lesedi Show Choir aus Heidelberg in Südafrika, geleitet von Thabang Mokoena und dem Akoo Show Choir aus Ghana unter der Leitung von Francis Baffoe gebildet hatte.

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Zu verdanken ist dieses Chorprojekt Eva Buckman aus Heidelberg, Leiterin mehrerer Afrika-Chöre und exzellente Kennerin afrikanischer Musik.

Im ersten Block des Konzertabends in der Gamshurster Kirche, die, so Gamshursts Chorleiter Willi Kammerer, eine exorbitant gute Akkustik biete, entführte achorat die 570 Besucher mit sieben Liedern nach Lateinamerika. Darunter die bolivische Volksweise El Condor Pasa, Buenos Dias Argentina oder auch ein flottes mexikanisches "La Bamba".

Andrea Noack und Markus Uibel erfüllten in zwei Akustik-Beiträgen mit Konzertgitarre und Indianerflöten das Gotteshaus mit südamerikanischen Klängen.

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Sopran-Solistin Nicole Seifermann erzeugte mit der Interpretation von "Don't Cry For Me Argentina" aus dem Musical Evita, begleitet von Friedemann Nikolaus am Klavier, Gänsehaut pur.

Stehende Ovationen und zwei geforderte Zugaben testierten dem Chor um Willi Kammerer mit ihren Vorträgen punktgenau beim Publikum angekommen zu sein.

Block zwei des Konzertabends führte die Gäste auf der musikalischen Reise direkt über den Atlantik nach Afrika - 14 Sänger, zwei Länder, ein Geist:

Umoya Munye sangen sich in einer wahrlich ansteckenden Fröhlichkeit und Freude an Gesang und Rhythmik mit sieben traditionell-afrikanischen Stücken und Gospels ihres Heimatkontinents a capella direkt in die Herzen des Publikums.

Durch den Regen ging es im Anschluss direkt gegenüber der Kirche weiter auf dem Dorfplatz, der kaum wieder zu erkennen war: Hinter einem großen Tor aus Bambusstämmen loderten Feuer, dahinter der überdachte Festplatz, üppig geziert mit Accessoires der beiden Kontinente des musikalischen Themas, es hatte fast schon etwas von einer Art "kleinem Urlaub".

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Umoya Munye legten dort bei einem weiteren Auftritt nochmals einen drauf: Mit Perkussion-Instrumenten und in wechselnden landestypischen Gewändern, gepaart mit eindrucksvollen Tanzeinlagen präsentierten sie energiegeladen bis wild ein breites Spektrum ihres Könnens vor dem begeisterten Publikum.

Das Publikum war übrigens von weit über Achern hinaus angereist – darunter auch zwölf Gäste eines befreundeten Chors aus Mühlhausen in Thüringen, die diesen Besuch mit einem mehrtägigen Ausflug in den Schwarzwald verbanden.

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Eine rundum gelungene Veranstaltung – selbst das Wetter tat der Stimmung keinen Abbruch – zog Gamshursts Vorstand Gerold Bahls das Resümee zum Konzertabend "Länder – Menschen – Chorgesang". Auf die Art, wie sich in diesem Jahr der Frühsommer ausprägt, hatte sich das Team des Sängerbunds übrigens kurzfristig eingestellt: Auf der Karte fand sich sogar Glühwein.

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Konzertabend "Länder – Menschen – Chorgesang"

achorat aus Gamshurst
Leitung: Willi Kammerer
74 aktive Sängerinnen und Sänger

Indianerflöten: Markus Uibel
Gitarre: Andrea Noack
Klavier: Friedemann Nikolaus
Sopran: Nicole Seifermann
Quartett: Klärle Kammerer, Hildegard Koch, Otto Burst, Richard Kaltenbach

Umoya Munye
Akoo Show Choir (Winneba / Ghana), Leitung: Francis Baffoe
Lesedi Show Choir (Ratanda bei Heidelberg / Südafrika), Leitung: Thabang Mokoena
Organisation und künstlerische Gesamtleitung: Eva Buckman

Bericht: Marco Weber / Fotos: achorat, Marco Weber

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