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Gamshurst Aktuell

Konzert achorat und "De Hämme von Kuhbach":
hautnah und badisch-symbadisch

Das Motto des Abends war Programm: Hautnah und zugleich badisch symbadisch präsentierten sich der Gamshurster Chor achorat und Stargast "De Hämme von Kuhbach" beim Herbstkonzert am 17. Oktober.

Die Gamhurster Halle hatte das Dekorationsteam des Vereins für den mit mehr als 500 Konzertbesuchern sehr gut besuchten Abend in ein liebevoll gestaltetes Ambiente verwandelt, bei dem farblich natürlich das badische Gelb-Rot-Gelb dominierte.

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Achorat präsentierte unter der Leitung von Willi Kammerer sein Programm, bei einigen Stücken durch Friedemann Nikolaus am Klavier begleitet, in drei Blöcken, die sich zum einen länderbezogen, zum anderen christlich-modern und in nachdenkliche Chorliteratur gliederten. Kammerer ist dieser Tage übrigens seit genau 35 Jahren Dirigent beim Sängerbund in Gamshurst.

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Die musikalische Reise durch den Abend begann mit Reinhard Meys Stück "Über den Wolken". Alle Titel wurden von Mitgliedern des Chors, teils humorvoll, teils mit sehr emotionaler persönlicher Bindung zu den Texten, anmoderiert. "Griechischer Wein" von Udo Jürgens erzählt beispielsweise aus der Lebensgeschichte von Gastarbeiten – gerade heute, mit Blick auf die Situation von Flüchtlingen, aktueller als je zuvor.

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Im Konzertteil mit christlicher Literatur präsentierte der Chor unter anderem das Spiritual "The Angels in the Heaven" von Horst Best und Leonhard Cohens "Hallelujah." aus dem Jahr 1984. Der letzte musikalische Block begann mit "Ich wollte nie erwachsen sein", einem Stück aus Peter Maffeys Tabaluga.

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Angespornt durch die tolle Atmosphäre und das begeisterte Publikum, lief der große Chor vom ersten Lied an zur Höchstform auf. Alle Lieder auswendig gesungen, alle 4 Stimmen völlig homogen, ein weicher, samtartiger Chorklang, keinerlei Intonationsprobleme, hoch konzentrierte, engagierte Sängerinnen und Sänger, völlig sicher in der teilweise sehr schwierigen Rhythmik, klar akzentuiert die Aussprache und einer bis ins Detail ausgefeilten Dynamik.

Große Begeisterung erntete Sopran-Solistin Tatjana Klumpp mit "Mein Freund der Baum" von Alexandra aus dem Jahr 1968. Spontan gab sie noch eine Zugabe mit "Zigeunerjunge", einem weiteren großen Erfolg der deutschen Sängerin.

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"Have A Nice Day" von Lorenz Maierhofer intonierte der Chor mit einer Choreographie von Sängerinnen und Sängern, einstudiert von Ulrike Schuh und Gabi Feicke, sehr lebendig und flott aufgelockert.

Im Wechsel mit achorat kamen die "badisch-symbadischen" Einlagen vom Hämme, der stets die Lacher auf seiner Seite hatte, wenn er mit seiner Trompete auf die Bühne kam und gepfefferte Witze und Gedichte in Mundart zum Besten gab – gewissermaßen vom "Babbedeckel" bis zum "Muggeseggel" wurde sehr viel Badisches "gsait". Nicht fehlen durften dabei einige ordentliche Seitenhiebe in Richtung des ihm schon lange bekannten Oberbürgermeisters Klaus Muttach – dessen frühere Wirkungsstätte Seelbach und Hämmes Heimat Kuhbach bei Lahr liegen nur unweit voneinander entfernt.

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Als verheirateter Mann ist man automatisch Mitglied im "Dätschmer-Club" – den passenden Song dazu, ganz neu im Programm, hatte der Hämme im Gepäck – mit ihm stand dafür seine Frau Diana auf die Bühne.

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Zum Finale gab es noch eine "Welturaufführung": Noch nie zuvor, wie Hämme glaubhaft versicherte, waren er und achorat zusammen aufgetreten, aber das sollte natürlich nicht so bleiben, und so folgte der gemeinsam vorgetragene Wurstsalatsong. Der einzige Wurstsalat, der an diesem Abend in der Gamshurster Halle serviert wurde, ging dann schnurstracks von der Bühne ins Publikum an Acherns Oberbürgermeister Klaus Muttach – als das mit absoluter Sicherheit charmanteste Geschenk, das dieser anlässlich seiner Wiederwahl erhalten habe, wie Hämme voller Überzeugung feststellte.

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Nach dem Konzert wurden Tische aufgestellt, und man konnte einen tollen Abend, so das Resümee sowohl beim Vorsitzenden Gerold Bahls, als auch bei vielen Besuchern, bei Speis und Trank gemütlich ausklingen lassen. Ganz spontan gab der Männerchor Hanauerland noch einige Lieder zum Besten – und Willi Kammerer wurde somit zum zweiten Mal an diesem Abend in seiner Funktion als Dirigent aktiv.

Bericht und Fotos: Marco Weber / achorat

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