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Gamshurst Aktuell

Vorweihnachtliches Singen am 14. Dezember 2015
mit achorat und dem St. Petersburger Knabenchor

Ein Glanzlicht der Chormusik wurde am Montag, dem 14. Dezember in der Gamshurster Pfarrkirche St. Nikolaus entzündet. Ausgerichtet vom Sängerbund fand das "Vorweihnachtliche Singen" des Chors achorat und des St. Petersburger Knabenchors statt.

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Den Auftakt im voll besetzten Gotteshaus bildete achorat unter der Leitung von Willi Kammerer mit dem rasant und kontrastreich vorgetragenen Spiritual "The Angels in the Heaven", gefolgt vom weihnachtlichen "Geh' ruf es in die Berge", bei dem insbesondere die hohen Soprane mit den tiefen Bässen kontrastierten. Sehr gefühlvoll intonierte Solistin Tatjana Klumpp Peter Maffays "Ich wollte nie erwachsen sein", samtig weich und homogen durch den Chor und Friedemann Nikolaus am Klavier begleitet. Gänsehautfeeling pur entstand bei dem - ebenfalls mit Klavier, sowie durch Melanie Renschler mit der Querflöte begleiteten - zu Herzen gehen Lied "Weihnachtszeit - Freudenzeit" von Loonis McGlohon.

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Die Arme der Sänger wiesen zu Beginn zur Kirchendecke, wo das Gemälde mit dem passenden Thema zur Legende um den Schutzheiligen zu sehen ist: "St. Niklas war ein Seemann" von Freddy Quinn (Satz: Willi Kammerer). Alle Lieder wurden vom Chor "achorat" in überzeugender Manier auswendig dargeboten.

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Gemeinsam mit den Besuchern erklang zum Abschluss des ersten Konzertblocks "Tochter Zion, freue Dich", bevor achorat die Bühne verließ und die 40 Sänger des St. Petersburger Knabenchors unter der Leitung ihres charismatischen Dirigenten Wadim Ptscholkin feierlich mit Lichtern einzogen, um im Altarraum Aufstellung zu nehmen.

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Udo Hartmut Heidt, der den Knabenchor schon seit elf Jahren begleitet und seine Konzertreisen durch Süddeutschland organisiert, moderierte den Abend, an dem die jungen Menschen nicht nur russisch, sondern auch einige Stücke auf Deutsch, beispielsweise "Glocken der Heimat" von Robert Pappert, erklingen ließen. Dass die Begeisterung des Moderators für den Chor auch vom Publikum geteilt wurde, war nicht nur durch stehende Ovationen zum Konzertfinale zu spüren. Heidt hatte zuvor keineswegs zu viel versprochen, als er prophezeite: "Der St. Petersburger Knabenchor lässt die Herzen in dieser Kirche erglühen!"

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Brillant intonierten die 40 Stimmen des russischen Ausnahmeknabenchors das "Ave Maria" von Franz Schubert. Nahezu Gänsehaut verursachte "Flieg Gedanke, auf goldenen Schwingen", weithin bekannt als der "Gefangenenchor" aus der Oper Nabucco von Guiseppe Verdi, und vor geistigem Auge wurde man beim russischen Volkslied "Kalinka" regelrecht in eine verschneite sibirische Winterwelt entführt.

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Ergänzend zum Chor ließ Holger Becker ein virtuoses und gefühlvolles Orgelspiel, darunter das Präludium in C-Dur von Johann Christoph Kellner, im Gotteshaus erklingen.

Mit wildem Pfeifen, Gekreische und "Dschungelgeräuschen" kündigte sich "The Lion Sleeps Tonight" von Solomon Linda an, samt Choreographie sehr lebendig und humorvoll vorgetragen.

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Andrew Lloyd Webbers Motette "Pie Jesu" ließ der Chor mit drei stimmlich hervorragend disponierten Solisten erklingen.

Weihnachtliche Weisen wie "Stille Nacht, heilige Nacht" bereicherten das Programm ebenso, wie das gemeinsam gesungene "O Du fröhliche" mit Orgelbegleitung zum Abschluss eines Konzertabends der Extraklasse.

Bericht und Fotos: Marco Weber

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