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Gamshurst Aktuell

3 Chöre – 3 Kontinente – 1 Konzert Bericht vom Mai 2016

"Tanzen Sie einfach mit, heute ist Afrika in Gamshurst". Dirigent Arnold Muwonge vom Kinderchor "Destiny Afrika" aus Uganda hätte diese Einladung eigentlich nicht aussprechen müssen, denn zu diesem Zeitpunkt des internationalen Festivals hatten sich die jungen Sänger vom Kampala Children Center (KCC) längst in die Herzen der vielen Besucher gesungen und vor allem getanzt. Die Komplimente überschlugen sich geradezu von unglaublich bis fantastisch, was die Kinder und Jugendlichen mit feurigem Rhythmus im Blut bei ihrem Konzert wahrlich von Kopf bis Fuß darboten. Denn ruhig stehen und singen geht in Afrika gar nicht, jeder Buchstabe eines Liedes und die dahinter stehende Geschichte muss getanzt werden und dies bis in die letzte Faser des Körpers, wie die Besucher mit großen Augen und restlos fasziniert erleben durften. "Unglaublich, so etwas habe ich noch nicht erlebt", meinte Dirigent Willi Kammerer vom gastgebenden Chor "achorat" und diese Feststellung aus berufenem Munde stand stellvertretend für die Komplimente in höchsten Tönen für die Gäste vom "Coro Staccato" aus Mexico-Stadt und dem "Destiny Africa Children Choir" aus Kampala.

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In der Sängerhochburg Gamshurst gab es schon viele glanzvolle Konzerte, das jüngste unter dem Motto "Drei Chöre, drei Kontinente, ein Konzert" im Rahmen des Internationalen Chorfestivals Baden des MGV Ötigheim reihte sich mit dem Prädikat "hochkarätig" nahtlos ein in diese weithin einmalige Tradition. Die vielen Besucher aus der Region würdigten dies ebenso wie die Veranstalter des Chorfestivals, denn Gamshurst war zum dritten Mal einer der Veranstaltungsorte und dies wiederum hat seinen Grund in der herausragenden Chorarbeit des Sängerbundes mit dessen Maestro Willi Kammerer und Vorsitzenden Gerold Bahls.

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Wie schön das klingt, durften die Gäste zum Auftakt des kleinen, aber feinen Festivals genießen, als der imposante Chor "achorat" mit den Spirituals "The Angels in the Heaven" und "I´ve got a feeling" (Solistinnen Tatjana Ernst und Nicole Seifermann) für eine wunderbare Ouvertüre sorgte. Mit der mehrsprachigen Moderation von Karin Böll, Christian Bahls und Gerold Bahls wurden die Gäste aus Mexico und Uganda von Beginn an hineingenommen in den Kreis der Sängerfreude, die sich dann geradezu wie zu Hause fühlen durfte, als der Chor "achorat" jeweils in den Landessprachen und mit viel Rhythmik "La Bamba" und "Siyahamba" darboten.  

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Dass mit dem Chor "Staccato" eine Formation von internationaler Güte in gamshurst gastierte, war nicht nur an der langen Liste weltweiter Konzertorte zu sehen. Mit einem alten Maja-Lied "Gesang für die Sonne" eröffnete der Chor unter der Leitung von Maestro Marco Antonio Ugalde mit mythischen Klangfarben sein Konzert, das von einer bestechenden Qualität und atemberaubenden Prägnanz der Musikstudenten gekennzeichnet war. Es war ein Genuss auf allerhöchstem gesanglichen Niveau, das der Chor mit zeitgenössischen sakralen Werken wie "Magnificat" und "Ave Maria" darboten. Mit dem Lied über den "lachenden Tod" wurden die Zuhörer in den typisch mexikanischen Totenkult und in eine Tradition hineingenommen, die den Tod als Teil des Lebens sieht. Geradezu meditativ wurde es mit der lyrischen Sonette "Wenn ich sterben werde, möchte ich deine Hände auf meinen Augen spüren", bevor die Gesangsgala mit mexikanischer Folklore endete.

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"Musik ist die Heilung für gebrochene Seelen und tiefe Wunden". Was Arnold Muwonge damit meinte, konnten die Besucher bei einer fabelhaften Gesangs-Musik-Tanzshow von "Destiny Africa", dessen junge Sänger und Tänzer Waisenkinder sind und viel Leid, Krankheit und Tod erleben mussten. Im Kampala Childen Center bekamen sie eine neue Heimat und vor allem viel Hoffnung über die Musik, mit der sie ihre schlimmen Erfahrungen verarbeiten, viel Selbstbewusstsein erhalten und ihr Leben meistern. Daran durften die Gäste teilhaben und fasziniert erleben, wie viel Herzlichkeit und Lebensfreude von den Kindern ausgehet, welch erstklassige Sänger und Tänzer sie sind und wie famos sie ihre afrikanische Heimat repräsentierten.

Bericht: Roland Spether / Fotos: Roland Spether, achorat

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