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Gamshurst Aktuell

Gamshurster Grundschule erhält Zertifikat –
Gesundheitsförderung ist im
pädagogischen Alltag der Schule verankert Bericht vom Dezember 2016

Großer Freudentag am 12. Dezember 2016 bei der Grundschule im Stadtteil Gamshurst. Erfolgreich hat die Grundschule Gamshurst – als erste im Ortenaukreis – den Prozess der Schulentwicklung im Rahmen des Präventionsnetzwerk Ortenaukreis (PNO, siehe untenstehender Bericht), erfolgreich umgesetzt und das Thema Gesundheitsförderung im pädagogischen Alltag in der Schule verankert. Die Zertifikatsverleihung fand in einem feierlichen Rahmen mit Vertretern aus Schule, Politik und Elternschaft in der Aula der Grundschule statt. Rektor Martin Schübel erhielt für die Schule ein Zertifikat, weiter bekamen alle Lehrkräfte Urkunden überreicht.

Heute ist ein wichtiger und guter Tag für unsere Schule, so Rektor Martin Schübel in seiner Begrüßung. "Die Zertifizierung hat ein großes Echo ausgelöst, weil wir es als erste Grundschule geschafft haben diesen intensiven aber auch erfolgreichen Weg zu gehen, wir sind stolz darauf", so Schübel. Anschließend gratulierte Oberbürgermeister Klaus Muttach dem Team der Schule zum Abschluss des Prozesses und würdigte damit das große Engagement der Grundschule. "Mir ist es ein persönliches Anliegen, dass wir jeden Menschen in seiner Bedürftigkeit möglichst frühzeitig wahrnehmen, bei Bedarf Strukturen für Hilfeleistungen entwickeln und Hilfsangebote für die konkrete Situation des einzelnen anbieten. Die Grundschule Gamshurst bezeichnete Muttach als Vorzeigegrundschule, die nicht das erste Mal ausgezeichnet wurde. Ganz besonders freute sich Muttach, dass in Achern das Konzept der Frühen Hilfen beginnend mit der Schwangerschaft bzw. Geburt eines Kindes über das PNO fortgesetzt wird. "ich bin auch dankbar, dass in Achern Kindertageseinrichtungen wie auch Schulen unserer Stadt ihre Schlüsselrolle als Partner für Gesundheitsförderung und Prävention erkannt haben und diese Partnerschaft leben". Schmunzelnd erwähnte er zum Abschluss "wir werden sie in den nächsten Jahren im Blick behalten wie es weitergeht".

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Voll des Lobes war auch Schulrätin Renate Raczynski-Mayer vom staatlichen Schulamt Offenburg. Gamshurst ist eine kleine aber feine Schule aber eine die immer am Puls der Zeit ist  und wo die Weiterqualifizierung der Lehrkräfte einen hohen Stellenwert einnimmt. Bei Rektor Martin Schübel wie auch bei allen Lehrkräften steht jedes einzelne Kind im Mittelfpunkt des pädagogischen Wirkens, sie alle haben den Mehrwert dieses Programms erkannt und auch verinnerlicht. Heute ist es nicht das erste Mal dass sie ausgezeichnet werden, so Raczynski-Mayer. Im Dezember 2015 erhielt die Grundschule als eine von elf in Baden Württemberg das Prädikat für die Jahre 2016 bis 2018 "Fahrradfreundliche Schule", damals konnte Martin Schübel in Bietigheim-Bissingen von Kultusminister Andreas Stoch das Zertifikat entgegen nehmen.

Ullrich Böttinger bedankte sich seitens des Landratsamtes für die gute Zusammenarbeit. "Wir freuen uns sehr, dass wir ihnen als erste Schule im Ortenaukreis das Zertifikat "Gesundheitsförderliche Schule" überreichen dürfen. Die Grundschule Gamshurst hat sich als eines der ersten Teams auf den Weg gemacht, gemeinsam einen gelungenen Prozess zu durchlaufen und nun die Gesundheitsförderung nachhaltig im Schulalltag zu integrieren. Gemeinsam mit der regionalen Präventionsbeauftragten Tanja Mußler überreichte Böttinger das Zertifikat für die Schule an Martin Schübel und die Urkunden an alle Lehrkräfte. Mit dieser Zertifizierung erhoffen wir uns auch weitere positive Signale für andere Schulen die sich auszeichnen lassen wollen, so Böttinger. Rund 18 Monate lang dauerte der Prozess der Schulentwicklung, durch die Verankerung des Themas Resilienz (psychische Widerstandsfähigkeit) in das neue Leitbild der Schule wird auf ganz besondere Art und Weise eine nachhaltige und dauerhafte Integration des Themas geschaffen. Ein dickes Lob von Ullrich Böttinger zum Abschluss, mit großem Engagement und Begeisterung erarbeiteten die Lehrkräfte mit ihrer Prozessbegleiterin Stefanie Schopp praxisorientierte Methoden und passgenaue Maßnahmen.

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Abschließend berichtete Rektor Martin Schübel über die Erfahrungen und Ergebnisse der PNO-Schulentwicklung. Wichtig war für ihn die Botschaft, dass er die Auszeichnung für die Schule für das ganze Team entgegennimmt "alle haben engagiert mitgewirkt sonst hätte es keinen Wert gehabt". Schmunzelnd erwähnte Schübel den Start, er hatte zwar das "Einladungsmail" gelesen mehr aber nicht, erst im zweiten Anlauf wurden ihm bei der Projektvorstellung im Jahre 2015 bewusst, "das hat mir gefallen und das ist etwas für uns". Für ihn und die Lehrkräfte war es ganz wichtig, dass das Präventionsnetzwerk für alle Kinder da ist. Ein neues Leitbild für die Schule wurde entwickelt, monatliche Fallbesprechungen durchgeführt, Listen mit positiven Verhalten geführt und weitere Übungen für Resilienz zusammen gestellt. Bei uns allen hat sich der Blickwinkel verändert und uns war bewusst wenn wir was in Angriff nehmen dann machen wir es richtig. Dass solche Dinge auch Geld benötigen war einhergehend, deshalb sprach Schübel dem Förderverein der Grundschule, an der Spitze Wolfgang Vandersee seinen Dank aus für die Hilfen, Einsatz wie auch Geldspenden. "Ich bin sehr froh, wir können aus dem Prozess der PNO-Schulentwicklung nun viele Dinge für unsere gemeinsame Arbeit mit den Kindern und auch Familien nutzen, alles zum Wohle unserer Kinder". So Schübel.

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Praxisforschungsprojekt  des Landratsamts Ortenaukreis (PNO)

Zum Hintergrund des Präventionsnetzwerk Ortenaukreis: Das PNO ist ein gemeinsames Praxisforschungsprojekt des Landratsamts Ortenaukreis (Amt für Soziale und Psychologische Diente) und des Zentrums für Kinder- und Jugendforschung (ZfKJ) an der Evangelischen Hochschule Freiburg, welches sich die Förderung der körperlichen und seelischen Gesundheit sowie der sozialen Teilhabe von drei bis zehnjährigen Kindern und ihren Familien zu Ziel gesetzt hat. Das bundesweite Modellprojekt wird mit Fördermitteln von rund 2,5 Millionen Euro des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) über einen Zeitraum von vier Jahren von November 2014 bis Ende Oktober 2018 durchgeführt.

Der Ortenaukreis steuert pro Jahr 110.000 Euro bei. Anknüpfend an die sehr erfolgreichen frühen Hilfen möchte der Ortenaukreis damit eine Gesamtpräventionsstrategie von der Schwangerschaft bis zum zehnten Lebensjahr aufbauen. Neben der Grundschule Gamshurst beteiligen sich derzeit weitere dreißig Kindertageseinrichtungen und siebzehn Grundschulen im gesamten Ortenaukreis im Rahmen der Organisations- bzw. Schulentwicklung zur gesundheitsförderlichen Einrichtung am PNO. Über sechzig weitere Einrichtungen beteiligen sich in Form bedarfsorientierter Fortbildung. Somit sind bereits über ein Viertel aller Ortenauer Bildungseinrichtungen aktiv im PNO miteinbezogen. An runden Tischen zur Prävention und Gesundheitsförderung entwickeln kreisweit über 150 Beteiligte aus dem Gesundheitswesen, der Kinder- und Jugendhilfe und dem Bildungssystem gemeinsam passende Präventionskonzepte und kleine Netzwerke vor Ort.

Nähere Informationen gibt es auch im Internet unter www.pno-ortenau.de [Externer LInk] . Die Grundschule Gamshurst ist die erste Grundschule im Ortenaukreis, die den Prozess der Schulentwicklung im Rahmen dieses Präventionsnetzwerk Ortenaukreis erfolgreich umgesetzt hat und das Thema Gesundheitsförderung im pädagogischen Alltag der Schule verankert hat.

Bericht und Fotos: Reinhard Brunner

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