Fasnacht 2015 in Gamshurst

Viele Besucher erlebten am Schmutzigen Donnerstag den Rathaussturm der Litzlocher Moorhexen mit anschließendem Narrentreiben auf unserem Dorfplatz. Nach dem Stellen des Narrenbaums wurden die Gäste u.a. mit Schupfnudeln kulinarisch verwöhnt und eine Abordnung unseres Musikvereins sorgte für ordentliche Stimmung!

Umzug und Kinderfasching in der Halle

Das eindeutige Signal, dass in Gamshurst die Fastnachtszeit beginnt, wird stets am Sonntag vor dem Schmutzigen Donnerstag gesetzt: Beim Kindergarten startete ein närrischer Lindwurm, angeführt von Sylvain Fellmann und dem Gamshurster Musikverein in Richtung Muhrgrundelhalle zur Kinderfastnacht. Den Klängen der „Schwarzwaldmarie“ und weiteren stimmungsvollen Gassenhauern folgte die maskierte Schar der Litzlocher Moorhexen und natürlich viele kleinen Narren aus Grundschule und Kindergarten mit ihren Eltern.

Zünftig ging’s dann in der sehr gut besuchten Halle zu : Die Lehrer der Grundschule und Erzieherinnen des Kindergartens – allesamt in Dirndl und Lederhose – hatten mit ihren Zöglingen ein buntes fastnachtliches Bühnenprogramm mit Tänzen und Liedern einstudiert: An diesem Tag waren die ganz Kleinen die großen Stars auf der Bühne.

Zu einem Quiz rund um das blau-weiße Bundesland inklusive Maßkrugstemmen und Holzstamm-Durchsägen rief Schulleiter Martin Schübel unter anderem Vertreter aus Ortschaftsrat, Elternbeirat und „echte“ Bayern – oder auch „Bayern-Fans“ auf die Bühne.

Großen Spaß hatte das Publikum bei einer etwas anderen Vorführung des Märchens von Schneewittchen und den sieben Zwergen.

Zum Abschluss bot die Tanz-AG der Grundschule noch einen flotten Showtanz, einstudiert von Carolin Funk. Als Dankeschön für das tolle Programm dieses fastnachtlichen Nachmittags überreichte Oberhexe Simon Schmitt eine Spende an Sabrina Gräff, Leiterin des Gamshurster Kindergartens und Grundschulleiter Martin Schübel.

Stürmung des Rathauses am „Schmutzige Durschdi“

Gamshursts Ortsvorsteher Hans Jürgen Morgenstern fiel dieses Mal krankheitsbedingt aus, so dass sein Stellvertreter Andreas Federle am Donnerstagnachmittag die vorderste Verteidigungslinie an der Schwelle zum Rathaus zu halten versuchte. Doch auch er konnte nicht verhindern, was schon seit vielen Jahren am „Schmutzigen Donnerstag“ seinen Lauf nimmt: Die Litzlocher Moorhexen, begleitet von der Gamshurster Narrenschar, stürmten den „Regierungssitz“ und erbeuteten den Rathausschlüssel.

Bis Aschermittwoch haben die Narren im Dorf das Sagen. Die Machtübernahme wurde sogleich ausgiebig gefeiert: Zuerst vor dem Rathaus und anschließend noch bis spät in den Abend auf dem Festplatz beim Haus der Vereine, wo traditionell auch wieder der Narrenbaum aufgestellt wurde.

Narrenbaum-Stellen auf dem Dorfplatz

Nach der Erstürmung des Rathauses ging die närrische Schar schnurstracks in Richtung Dorfplatz, wo der Narrenbaum von den Hexen gestellt wurde.

Danach wurde bis spät in die Nacht kräftig gefeiert – für Stimmung sorgte unser Musikverein mit dem ersten Auftritt einer „Gomschder Guggemusik“.

Brauchtumsabend der Litzlocher Moorhexen

Der Fastnachtssamstag stand bereits zum 16. Mal ganz im Zeichen der Litzlocher Moorhexen, die seit 1998 in Gamshurst die närrische Zeit beleben. Stolze 44 fastnachtliche Gruppen waren beim Brauchtumsabend in der „Muhrgrundelhalle“ bei bester Stimmung zu Gast.

Für gute Laune bei der Hexenschar und ihren Gästen sorgten das Team der Disco Showtime aus Legelshurst – genauso „Stammgast“ dieses Abends wie viele der befreundeten Gruppen, die mit insgesamt 14 Showtänzen und Guggenmusik-Auftritten auf der Bühne das Programm bereicherten.

Den richtigen Auftakt nach der Begrüßung durch Oberhexe Simon Schmitt in der ausverkauften Halle bildeten mit den passenden „schrägen Tönen“ die Schierebirzler aus Goldscheuer. Weitere Guggenmusiken waren die Sondbachschlorbe aus Vimbuch, die Thurgau Wängscht aus Haslach und zum donnernden Finale gegen Mitternacht die „Mäschbacher Griesebloser“.

Mit Showtänzen von flott und rockig bis mystisch begeisterten die Mörchwaldhexen aus Renchen, Gesichter der Schauenburg aus Oberkirch, aus Oberachern die Eiskellerdämonen und die Glaswald Dämonen, die benachbarte Unzhurster Himbeergarde, die Zeller Narrenzunft, Greffener Devils, TFG Passion aus Önsbach, und die Tanzgruppen IndepenDance und BeatBouncer.

Auf der Tanzfläche und in der „Hexenbar“ im Foyer der Halle dauerte die Party nach Ende des Programms noch bis in die frühen Morgenstunden an.

Blooserball des Musikvereins am Rosenmontag

„S´ isch so wies halt immer isch, alles bim Alde – bi der Musi isch halt immer was los“, so lautet das Resümee bei den beiden Fasnachtsveranstaltungen des Musikvereins Gamshurst in der Turn- und Festhalle oder wie sie an Fasnacht üblicher Weise heißt: die „Muhrgrundelhalle“.

Beim „Blooserball am Rosenmontag gab es viel Tanz und noch mehr schräge Töne. Bevor Musikerboss Christian Federle seine Begrüßung starten konnte wurde er von dem was Gamshurst in den letzten Jahren viel hat, unterbrochen. Da schritten oder klapperten doch tatsächlich zwölf „zweibeinige und zweihändige“, weibliche Störche in Richtung Bühne. Im Schlepptau ein mächtiges Storchennest „nur halt  nix drin“, noch nicht, kurzerhand befahl Storchenboss Astrid Wiegert den stellvertretenden Ortsvorsteher Andreas Federle darin abzulegen. Er wurde mit „Gummiwürmern gefüttert und durch die Halle kutschiert. Federle fühlte sich sichtlich wohl wollte mit seinen 120 Kilo aus dem Nest gar nicht mehr raus. Wie Storch „Renate“ richtig bemerkte, als der aus den Nest raus kam sah ich´s sofort: „jetzt hat unser Nest sogar noch ne Kuhle“.

Nun hat sie auch der Musikverein, so eine kleine Abordnung die mit viel schrägen Tönen aufwartet, ab sofort sind die „Muhrgrundel-Fetzer“ an Fasent dabei. Letztes Jahr war er noch der stumme Musiker, jetzt hatte er auch seine Stimme wieder und wurde gleich zum Moderator des Abends befördert. Mit den „Muhrgrundel-Fetzer“ stimmte er gleich mal das Lied Valerie und valera, es ist so schön ein Musikant zu sein, an und alle sangen mit. Freestyle unter dem Motto „Neunziger“ war beim Showtanz der TFG Önsbach angesagt, verantwortlich für die Choreografie war Katrin Glaser. Mit Getöse zogen die „Bläch Forest Guggys“ aus Achern in die Muhrgrundelhalle. Die Gruppe gab eine halbe Stunde mit allerlei schrägen Tönen und schmissigem Sound dem „Blooserball“ eine feine Würze. Was fürs Auge war der Showtanz der Tanzgarde der Hellauen Önsbach, wo sich  alles um Michael Jacksons „Triller“ drehte oder tanzte.

Anschließend holte Michael Kienzle drei Persönlichkeiten des Ortes auf die Bühne, OV-Stellvertreter Andreas Federle durfte wie der Musikerboss Christian Federle und die Oberhexe der Litzlocher Moorhexen Simon Schmitt nicht fehlen. In drei Stufen mussten diese ein „Jodel-Diplom“ live erjodeln. Los gings beim „Urjodler“, da hatte der Andreas die Nase vorn, bei dem „herzhaften Muh“ glänzte die Oberhexe Simon und beim „Kufstein-Jodler“ holte Christian Federle verlorenes Terrain wieder rein. Zur Belohnung gab es eine Urkunde und einen „Jodel-Bär“. Dann war es wieder da, wie im vergangenen Jahr, „WM-Feeling“ in der Muhrgrundelhalle. Gleich mit 16 Spielern tanzte die Landjugendgruppe, mit allem was dazu gehört, mit Bällen und WM-Pokal und zum Schluss war der „Goldpokal“ in der Pyramide ganz oben beim „vierten Stern“ angekommen. Eine Augenweide für die Damenwelt und ein schöner Spaßmacher war der Auftritt des Männerballetts der Önsbacher Hellauen. Zum feierlichen Schluss gab es dann mit einer Polonaise eine große Sause in der Halle.

Auch gestern war Stimmung in der Muhrgrundelhalle. Doch bis es dazu kam mussten die Musiker erst einmal gen Achern „ausrücken“. Die „Gomschder Schdadmusik“ beteiligte sich am großen Umzug in Achern, um dann mit viel Getöse in die Muhrgrundelhalle einzuziehen und schließlich mit einem närrischen Kehraus aufzuwarten. Der Showtanz der Tanz AG Gamshurst war dann etwas fürs Auge. Es dämmerte schon, als die Litzlocher Moorhexen, angeführt von ihrer Oberhexe Simon Schmitt und das Narrenvolk „unter Heulen und Tränen“ die Hex 2015 hinter der Turnhalle verbrannten.

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