Tonspuren im Schnee führten nach Gamshurst

Jahreskonzert des Musikvereins / Damen zeigen 100 Jahre Vereinstreue

Mit „Tonspuren im Schnee“ entführte das Jahreskonzert des Musikvereins Gamshurst die Besucher am Samstagabend auf eine musikalische Reise in nordische Länder.

Schon beim Betreten der Halle fand man sich in einer liebevoll und detailgetreu dekorierten Winterlandschaft wieder: Schneebedeckte Dächer, riesige Schneeflocken über den Köpfen, und von vorne blickte ein großer Elch freundlich in die sehr gut besetzte Halle. Vorsitzender Christian Federle freute sich, unter den Besuchern auch viele Ehrengäste aus Verband, Politik, Kirche und dem befreundeten Achenheim zu begrüßen.

Den Auftakt zum Konzertabend gab das Jugendorchester Achern-Oberachern-Gamshurst unter der Leitung von Michael Fünfgeld. Theresa Quast sagte die Stücke, darunter die Ballade „21 Guns“ von Green Day und „A Hard Day’s Night“, ein Beatles-Medley, an. Die jungen Musiker, darunter vier Absolventen des Bronzenen Leistungsabzeichen (Jan Gjerkes und Patrick Volz aus Gamshurst am Waldhorn und aus Oberachern Claudia Quast, Saxophon und Jakob Früh, Schlagzeug), beendeten Ihr Debüt in Gamshurst mit der Zugabe „Happy“.

Das Ablegen von Leistungsabzeichnen würdigte Federle auch in der Gamshurster Kapelle: Bettina Lehmann bestand „Bronze“ mit hervorragendem Ergebnis und Alina Jülg hatte das Silberne Leistungsabzeichen absolviert.

Stolze 100 Jahre Vereinstreue zum Musikverein Gamshurst wurden – verteilt auf viermal 25 Jahre – gewürdigt: Klaus-Peter Mungenast, Präsident des Acher-Renchtal-Musikverbands, der gemeinsam mit Gamshursts Ortsvorsteher-Stellvertreter Andreas Federle die Ehrung vornahm, freute sich, erstmals eine reine Damenrunde für ihre Verdienste im Verein auszuzeichnen. Mit Urkunde und Nadel wurde Bettina Baumert (Baritonsaxophon), Melanie Renschler (Piccoloflöte und Querflöte), Clarissa Zerr (Querflöte) und Melanie Federle (Klarinette) für ihre langjährigen Dienste im Verein gedankt.

Die „Tonspuren im Schnee“ der Kapelle unter der Leitung von Sylvain Fellmann steuerten im ersten Stück mit dem bekannten Marsch „Under the Banner of Peace“ nach Schweden.

Michael Kienzle führte mit seinen Anmoderationen gekonnt durch den Abend und garnierte die Einführungen neben Wissenswertem zu den Stücken und deren Geschichten auch mit allerlei humorvollen Begebenheiten und witzigen Seitenhieben.

Die Melodie des Stücks „Gabriellas Sång“ zum Kinofilm „Wie im Himmel“ setzte Solist Manuel Braun gekonnt mit dem weichen Ton des Baritons in Szene.

Zum Finale des dynamischen „Game of Thrones“ vom gleichnamigen Fantasy-schwang Schlagzeuger Thomas Wagner ein riesiges Schwert auf im Hintergrund.

Auf die beschwingte „Petersburger Schlittenfahrt“ wurden die Gäste mit „Highlights from Frozen“ in das Märchenreich der Schneekönigin entführt.

Es folgte „Eisblumen“, eine typisch böhmische Polka, bevor der Polarexpress in Gamshurst halt machte. Darin erzählte die Kapelle mit „Lokomotivführer“ Sylvain Fellmann die Geschichte dieses Kinoerfolgs um den Glauben an die Weihnacht auf musikalische Weise.

Wie die Musiker die erste Probe zu „The Christmas Tree Fantasy“ empfanden, wurde deutlich, als zerknüllte und zerrissene Notenblätter über die Bühne flogen. Das Ergebnis beim Konzert – „O Tannenbaum“ in Variationen von Overtüre über leichten Swing, Wiener Walzer und Paso Doble – konnte sich wahrlich hören lassen.

Nach dem Abba-Medley „Mamma Mia!“ durften die Musiker die Bühne nicht ohne zwei weitere Zugaben verlassen, bevor dieser Konzertabend sicherlich nicht nur Spuren im Schnee, sondern auch in den Herzen der begeisterten Zuhörer hinterließ.

Bilder/Text: Marco Weber

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